Meine Haargeschichte

Bereits als Kind konnte ich meine Locken nicht leiden. In meiner Klasse war ich damals das einzige Mädchen, dass lockiges Haar hatte. Ich wusste nicht was ich mit meinen Locken anstellen sollte und kämmte sie als hätte ich glatte Haare.

Als mir damals mit 10 oder 11 beim Friseur die Haare geglättet wurden, dachte ich, dass das die Lösung für mein Problem sein konnte. Wenige Wochen später hatte ich meine Mutter überzeugt mir ein Glätteisen zu kaufen. Da fing der Teufelskreis an. Ich glättete meine Haare jeden Tag, manchmal sogar zweimal am Tag! Ich wusste nicht viel über Haare und wenn man mir sagte, dass das Glätten die Haare kaputt macht, war mir das egal. Hauptsache meine Haare waren glatt wie bei den anderen Mädchen.

Trotzdem war ich nie zufrieden mit meinem Haar, denn an regnerischen Tagen half alles nichts. Die Haare blieben nicht glatt, wurden aber auch nicht richtig lockig. Wie auch, nach den ganzen Hitzeschäden und ohne genügend Feuchtigkeit.

Was mich aber am meisten störte war meine Länge. Mein halbes Leben lang trug ich die Haare auf Schulterlänge. Bei jedem Friseurbesuch musste ich sie wieder abschneiden, da die Spitzen komplett kaputt waren. Regelmässig geglättet habe ich meine Haare bis ich ca. 15 oder 16 war. Das lag vor allem auch daran, dass ich in andere Klassen kam und auch andere Mädchen lockiges Haar hatten und ich nicht mehr das Gefühl hatte mich anpassen zu müssen. Mir wurde auch mehr und mehr bewusst, was ich meinen Haaren all die Jahre lang angetan habe. Ich wollte nicht mehr Opfer meiner Haare sein. Mir war klar, dass ich einen Weg finden musste, meine natürlichen Locken zu akzeptieren.

Es war schwierig denn, wenn ich meine Haare lufttrocknen liess, gefiel mir meine Lockenform überhaupt nicht. Ich habe damit angefangen, die nassen Haare in einen Zopf zu flechten und über Nacht trocknen zu lassen. Mit dem Ergebnis kam ich einigermassen zurecht, denn es sah immer ähnlich aus. Aber auch das war nicht die Art, wie ich meine Locken tragen wollte.

Durch eine Freundin, die eine ähnliche Haarstruktur wie ich hatte (was mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht klar war, denn ich wusste nicht wie meine Haare richtig gestylt aussahen) wurde mir erst klar wie ich meine Locken formen und stylen konnte. Sie zeigte mir wie sie ihre Haare mit Schaumfestiger knetet und ich machte es ihr nach. So tastete ich mich langsam an meine Locken heran und versuchte das Glätteisen nicht mehr zu benutzen.

So kam es, dass ich das Glätteisen wirklich so gut wie nicht mehr anrührte. Stattdessen probierte ich verschiedene Lockencremes, Schaumfestiger und Lockenschampoo’s aus. Ich war ein richtiges Werbe-  und Verpackungsopfer. Inhaltsstoffe waren mir egal, ich verstand sie sowieso nicht. So probierte ich immer wieder neues aus, obwohl ich nie wirklich grosse Unterschiede feststellen konnte. Schlussendlich blieb ich beim Schwarzkopf Glisskur Ultimate Repair Schampoo (aber auch nur wegen der schwarzen Verpackung, die mir so gut gefiel) und einem normalen Schaumfestiger. Meine Lockenform fand ich ganz ok, nur länger wurden sie immer noch nicht. Ich blieb bei Schulterlänge stehen und musste immer mal wieder einiges an Länge abschneiden lassen.

Das lief 3 Jahre lang so bis Anfang des Jahres 2015. Ich fragte mich, was ich falsch machte. Warum ich es nicht schaffte lange Haare zu bekommen. Ich hinterfragte meine komplette Haarpflege und googelte stundenlang im Internet nach Inhaltsstoffen, da mir bewusst wurde, dass es nur daran liegen kann. Vor allem Silikone waren mir ein Dorn im Auge. So wechselte ich schnell zu Naturkosmetik, da ich annahm dort überhaupt keine schlechten Inhaltsstoffe zu finden.

Meine Haare fingen an zu wachsen. Endlich. Ich war glücklich und dachte, dass Naturkosmetik das einzig Wahre sein kann. Ich verschenkte all die anderen Produkte, die ich noch hatte und konzentrierte mich darauf nur noch Naturkosmetikschampoo’s und -Spülungen zu kaufen. Marken wie Santé, Alverde, Alterra & Lavera fanden einen Platz in meinem Badezimmer.

Ein Jahr lang verwendete ich also nur noch Naturkosmetik für meine Haare. Trotzdem hatte ich Spliss und musste alle 3 Monate zum Friseur. Ich fragte mich, wie das sein kann und befasste mich noch einmal ausführlicher mit den Inhaltstoffen. Mir wurde klar, dass in Naturkosmetik oft austrocknender Alkohol und teils auch starke Tenside enthalten sind.

Heute achte ich vorallem darauf Schampoos ohne Silikone und Tenside zu benutzen und meine Haare sind so damit gesund und lang wie noch nie bisher in meinem Leben. Weshalb ich genau auf diese zwei Inhaltsstoffe achte und wie du sie erkennst, kannst du hier in diesem Blogpost nachlesen.

Jetzt kommen ganz unten (unter dem Englischen Teil) noch ein paar Bilder in chronologischer Reihenfolge, denn was wäre eine Haargeschichte ohne Bilder. Auf allen Bildern sieht man mich mit meiner Naturhaarfarbe. Je heller die waren, desto kaputter waren sie auch.

 

my curly hair journey

When I was a kid i didn’t like my curls at all. In my school class I used to be the only girl with curly hair. I had no idea what to do with it so I just combed it as if it was straight.
So for me every day was a bad hair day.

When I was 10 or 11 years old I went to the hairdresser and she straightened my hair for the first time. I thought this is the solution to my hair problem. A few weeks later I convinced my mom to buy me a flat iron. From then on the vicious circle begun. I straightened my hair every single day, sometimes even twice a day! I didn’t know much about hair care and when people told me that the flat iron will damage my hair I didn’t listen to them. All I cared about was looking like the other girls in my school class with their straight smooth hair.

Even though my hair was straight those days I remember never being satisfied with it. On rainy days my hair was just a mess. Not straight – not curly, just frizzy.
But what I cared about most was my length. Half my life I had hair at shoulder length. Every time I went to the hairdresser I had to cut a lot `cause the ends were so damaged.

I used to straighten my hair until I got 15 or 16. I came in different classes with other girls also having curly or wavy hair and I also slowly realized what I did to my hair all those years. I was so fed up being victim of my own hair. I knew I had to find a way to embrace my natural texture.

The beginning was hard because when I airdried my hair I didn’t like my hair at all. So I started braiding my hair when it was wet and let it dry over night in the braid. The results were acceptable but that was not the way I wanted to wear my curls.

Because of a friend of mine who had almost the same hair texture as me I learned how to style curly hair. The secret was working a lot of mousse in the hair and scrunching it in. From then on I tried to use the flat iron as less as possible, instead I tried a lot different curl products for a really long time. I couldn’t really tell a difference in all those products and I didn’t care about the ingredients because I didn’t understand them. So I kept buying the same shampoo all over again just because of the black packaging. I liked how my curls looked but I didn’t gain any length over the years because my hair was still damaged at the ends.

3 years passed and my hair was still at shoulder length. I asked myself why am I not able to get long hair? So I started googling for hours about ingredients and products because I was pretty sure that was the problem. First of all I found out that silicones aren’t that good for the hair. So I changed really fast to natural cosmetics. I thought that in natural cosmetics are only good ingredients.

My hair started to grow. I was really happy and believed that natural cosmetics are the best hair products on the market. So I gave away all the other products that I had left.

After a year of only using natural cosmetics I realized that I still have split ends. I had to cut off an inch at least every 3 months. So I began to google again and found out that even in natural cosmetics are sometimes bad ingredients such as drying alcohol and harsh sulfates.

That changed a lot. Today I actually only pay attention to use products without harsh sulfates and without any silicones in it. My hair is the longest and the healthiest it has ever been in my entire life.

I have a few pictures in chronological order at the end of this post. On all pictures you can see me with my natural hair color. The lighter the hair is the more is it damaged.

 

 

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2013: mit sehr kaputten Haaren – very damaged hair
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2014: länger wurden meine Haare zu dieser Zeit eigentlich nie – the longest my hair has ever been before I started to really take care of my hair
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März 2015: frisch vom Friseur, wo mal wieder der ganze Spliss weg musste – after a fresh haircut because of too many split ends
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Juli 2015: als ich wirklich angefangen habe mich mit Inhaltsstoffen auseinander zusetzen – when I started to find out more about ingredients of schampoos and co. 
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November 2015
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Februar 2016
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Oktober 2016
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April 2017: heute, luftgetrocknet – today, airdried
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